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Menschlicher Wasserbedarf

Menschlicher Wasserbedarf

Wasser ist mit Abstand der wichtigste Bestandteil lebendiger Körper. Sein Anteil variiert je nach Alter, Geschlecht und Körperzusammensetzung, beträgt jedoch in den meisten Fällen über 60% des Körpergewichtes. Das Wasser verteilt sich im Körper hauptsächlich auf zwei Kompartimente: ca. 2/3 des Wassers befindet sich im intrazellulären Bereich (in den Zellen) und ca. 1/3 liegt im extrazellulären Bereich vor. Dieser umfasst das Plasmawasser des Blut- und Lymphgefäßsystems und das Wasser der Zellzwischenräume.

Der Flüssigkeitsbedarf eines Menschen ist die Menge an Flüssigkeit die dem Körper zugeführt werden muss, um die normalen Körperfunktionen zu gewährleisten. Diese Wassermenge ist von vielen Faktoren abhängig, wobei die Ausschlaggebenden für einen gesunden Menschen folgende sind:

 

Grosse_und_Gewicht

 

 

Größe und Gewicht: 

Größe und Gewicht spielen eine große Rolle bei der benötigten Menge an Wasser. Die DACH-Richtlinien sprechen von mindestens 30ml pro kg Körpergewicht. Dies würde bei 50kg mindestens 1,5 Liter, bei 70kg mindestens 2,1 Liter und bei 90kg mindestens 2,7 Liter Wasser am Tag entsprechen.

 

 

 

 

 

 

BabyflascheSäuglinge und Kinder:

Säuglinge und Kinder haben im Verhältnis zu ihrer Körpergröße einen wesentlich größeren Flüssigkeitsbedarf als Erwachsene. Insbesondere bei Säuglingen können Flüssigkeitsdefizite schnell zu Dehydratation führen.

 

Schwangerschaft und Stillzeit:

Während der Schwangerschaft kommt es zur hormonell bedingten Erhöhung des extrazellulären Wasservolumens. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, vor allem der in der Schwangerschaft häufig auftretende Verstopfung vorzubeugen. Bei Stillenden muss die gebildete Milch durch entsprechende Flüssigkeitszufuhr kompensiert werden. Als Richtwert gelten hier ca. 800 ml Liter pro Tag mehr als normalerweise.

 

 

 

SportSonne

 

 

 

Sport und Wärme:

Aufgrund der vermehrten Wärmeproduktion des Körpers und des Wasserverlustes durch schwitzen ist eine höhere Flüssigkeitszufuhr bei körperlichen Aktivitäten oder warmen Wetter eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Kühlung des Körpers zu gewährleisten und die Fließeigenschaften des Blutes zu erhalten.

 

 

 

 

 

Wassermangel führt rasch zu schwerwiegenden Schäden. Die Substanzen, welche normalerweise durch den Hahn entsorgt werden, können vom Organismus schon nach zwei bis vier Tagen nicht mehr ausgeschieden werden. Wird zu wenig Wasser aufgenommen, können bespielsweise Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, verringerte körperliche Leistungsfähigkeit sowie - besonders bei älteren Menschen - Verwirrtheit auftreten. Auch Verstopfung ist eine mögliche Auswirkung, da sich der Flüssigkeitsmangel auch im Verdauungstrakt bemerkbar macht. Im schlimmsten Fall kommt es aufgrund von Wassermangel zu Kreislaufversagen.

Durstgefühl ist bereits ein Ausdruck einer negativen Wasserbilanz, da dieses bei 0,5% Verlust der Gesamtkörperflüssigkeit auftritt. Aus diesem Grund sollte nicht erst bei Durstgefühl getrunken werden.